Supervised Learning
Eine Machine-Learning-Methode, bei der ein Modell aus gelabelten Beispieldaten lernt – also aus Eingaben mit bekannter korrekter Ausgabe.
Klassifikation ist eine Machine-Learning-Aufgabe, bei der ein Modell Eingaben einer von mehreren festen Kategorien zuordnet – etwa E-Mails als Spam oder Nicht-Spam, oder Bilder nach ihrem Inhalt.
Klassifikation ist eine der grundlegendsten Aufgaben im Machine Learning. Ein Modell lernt aus Beispielen, Eingaben einer von mehreren festen Kategorien (Klassen) zuzuordnen. Im Unterschied zur Regression, die einen Zahlenwert vorhersagt, ist das Ergebnis hier eine Kategorie.
Typische Beispiele: Ist diese E-Mail Spam? Zeigt dieses Bild eine Katze, einen Hund oder ein Auto? Wird dieser Kunde kündigen oder nicht? Das Modell wird mit vielen bereits korrekt zugeordneten Beispielen trainiert (überwachtes Lernen) und lernt dabei, welche Merkmale für welche Klasse sprechen.
| Algorithmus | Stärke |
|---|---|
| Logistische Regression | einfach, gut interpretierbar |
| Naive Bayes | schnell, robust bei Text |
| Entscheidungsbäume / Random Forest | nichtlinear, wenig Vorverarbeitung nötig |
| Neuronale Netze | komplexe Muster, große Datenmengen |
Die reine Trefferquote (Accuracy) täuscht bei unausgewogenen Daten. Aussagekräftiger sind:
Klassifikation ist wie das Sortieren der Post: Jeder Brief landet in genau einem Fach – Rechnung, Werbung oder Privat. Das Modell lernt aus vielen vorsortierten Beispielen, welche Merkmale für welches Fach sprechen.
Ordnet Eingaben einer von mehreren diskreten Klassen zu (im Gegensatz zur Regression)
Binär (zwei Klassen) oder multiklassen (mehrere Kategorien)
Bewertung über Metriken wie Accuracy, Precision, Recall und F1-Score
Spam-Erkennung
E-Mails automatisch in Spam und Nicht-Spam einteilen
Medizinische Diagnose
Auffälligkeiten in Bildern oder Laborwerten als gutartig oder bösartig einstufen
Sentiment-Analyse
Texte als positiv, neutral oder negativ klassifizieren
Bilderkennung
Objekte auf Fotos einer von vielen Kategorien zuordnen
Klassifikation sagt eine diskrete Kategorie voraus (z. B. Spam/Nicht-Spam), Regression einen kontinuierlichen Zahlenwert (z. B. einen Preis). Beide sind überwachte Lernaufgaben, unterscheiden sich aber in der Art der Zielgröße.
Bei unausgewogenen Datensätzen kann ein Modell hohe Accuracy erreichen, indem es einfach immer die häufigste Klasse vorhersagt. Metriken wie Precision, Recall und F1-Score zeigen dann besser, wie gut das Modell wirklich ist.
Bei binärer Klassifikation gibt es genau zwei mögliche Klassen (ja/nein). Bei multiklassen Klassifikation sind es drei oder mehr. Multilabel-Klassifikation erlaubt zudem, dass eine Eingabe gleichzeitig mehreren Klassen angehört.