Human-Centered AI
Ein Design-Ansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt der KI-Entwicklung stellt – Bedürfnisse, Fähigkeiten, Grenzen und Verantwortlichkeiten der Nutzer berücksichtigen.
UX-Design für dialogbasierte Interfaces wie Chatbots und Sprachassistenten – natürliche Konversation statt klassischer UI-Elemente.
Conversational UX gestaltet Dialoge zwischen Menschen und KI – natürlich und hilfreich.
Gute vs. schlechte Konversation:
Schlecht:
Bot: "Bitte wählen Sie: 1) Bestellung 2) Retoure 3) Sonstiges"
User: "Wo ist mein Paket?"
Bot: "Ungültige Eingabe. Bitte wählen Sie 1, 2 oder 3."
Gut:
Bot: "Wie kann ich helfen?"
User: "Wo ist mein Paket?"
Bot: "Ich schaue nach. Deine letzte Bestellung
ist unterwegs und der voraussichtliche Liefertermin ist sichtbar. 📦"
| Prinzip | Umsetzung |
|---|---|
| Natürlichkeit | Verständlich und passend zur Situation sprechen |
| Kontext | Vorherige Turns merken |
| Klarheit | Kurz und verständlich |
| Fehlertoleranz | Missverständnisse graceful handeln |
| Persönlichkeit | Konsistenter Ton |
User Intent erkennen
↓
Slots/Entities extrahieren
↓
Fehlende Infos nachfragen
↓
Aktion ausführen
↓
Bestätigung/Ergebnis
Mit LLM-basierten Assistenten hat sich Conversational UX über das reine Textfeld hinaus entwickelt. Etablierte Patterns:
| Pattern | Beispiel |
|---|---|
| Vorschlags-Chips | Klickbare Folgefragen unter der Antwort („Erkläre genauer”, „Kürzer bitte”) |
| Streaming-Antworten | Text erscheint Wort für Wort – reduziert gefühlte Wartezeit |
| Stop & Regenerate | Antwort abbrechen oder neu generieren, statt hilflos zuzusehen |
| Rich Responses | Tabellen, Code-Blöcke oder Karten statt reiner Fließtext |
| Kontext-Anzeige | Sichtbar machen, welche Dateien oder Quellen der Assistent gerade nutzt |
Produkte wie ChatGPT, Claude oder Copilot kombinieren diese Patterns: Der Dialog bleibt das Rückgrat, wird aber gezielt mit klassischen UI-Elementen angereichert. Reines „nur Chat” gilt inzwischen als Anti-Pattern für Aufgaben, die Auswahl, Vergleich oder Präzision erfordern.
| Do | Don’t |
|---|---|
| Zu Beginn zeigen, was der Assistent kann (Beispiel-Prompts) | Leeres Eingabefeld ohne Orientierung |
| Erwartungen ehrlich setzen („Ich kann X, aber nicht Y”) | Allwissenheit suggerieren |
| Bei Unsicherheit nachfragen statt raten | Falsche Antworten selbstbewusst formulieren |
| Kurze, scannbare Antworten als Default | Jede Frage mit einem Essay beantworten |
| Ausweg anbieten (Mensch, Formular, klassische UI) | Nutzer in der Konversations-Schleife festhalten |
Ob ein konversationales Interface funktioniert, lässt sich an mehreren Signalen ablesen:
Quantitative Metriken sollten durch qualitative Reviews echter Gesprächsverläufe ergänzt werden – erst dort zeigt sich, warum ein Dialog scheitert.
Conversational UX ist wie das Schreiben eines guten Drehbuchs: Du planst Dialoge, antizipierst Reaktionen und sorgst dafür, dass das Gespräch natürlich fließt.
Natürliche Sprache statt Buttons und Formulare
Kontext über mehrere Turns hinweg
Graceful Handling von Missverständnissen
Chatbots
Kundenservice, FAQ, Bestellungen
Sprachassistenten
Sprachassistenten und Voice Interfaces
In-App-Assistenten
Hilfe und Onboarding per Chat
Conversational: Komplexe Anfragen, Personalisierung, Accessibility. Klassisch: Schnelle Aktionen, visuelle Daten, Präzision.
Nachfragen, Optionen anbieten, Kontext nutzen, graceful Fallback zu Mensch oder klassischer UI.