Labeling
Das Zuweisen von Kategorien oder Tags zu Datenpunkten – der spezifische Akt des Beschriftens, der Datenannotation erst ermöglicht.
Der Prozess, Rohdaten mit zusätzlichen Informationen (Labels, Tags, Markierungen) zu versehen, damit KI-Modelle daraus lernen können.
Datenannotation ist der Prozess, Rohdaten mit den Informationen zu versehen, die ein KI-Modell zum Lernen braucht. Ohne Annotation sind Daten für Supervised Learning nutzlos – das Modell weiß nicht, was “richtig” ist. Ein Bild ist nur Pixel, bis ein Mensch sagt: “Das ist eine Katze.”
Annotation ist oft der teuerste und zeitaufwändigste Teil eines ML-Projekts. Für ein gutes Bilderkennungsmodell braucht man zehntausende annotierte Bilder. Für LLM-Fine-Tuning braucht man hochwertige Beispiele für gewünschtes Verhalten. Die Qualität der Annotation bestimmt direkt die Qualität des Modells – “Garbage in, garbage out” gilt hier besonders. Deshalb investieren Unternehmen wie Scale AI Milliarden in professionelle Annotation-Pipelines.
Annotationstypen:
| Typ | Daten | Annotation | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Klassifikation | Text/Bild | Kategorie-Label | ”Spam” / “Kein Spam” |
| Bounding Box | Bild | Rechteck um Objekt | Auto markieren |
| Segmentierung | Bild | Pixel-genaue Maske | Straße vs. Gehweg |
| NER | Text | Entity-Tags | [Berlin]_ORT |
| Preference | Text-Paare | Besser/Schlechter | RLHF-Daten |
Die Datenannotation hat ihren Ursprung in der frühen Entwicklung von maschinellem Lernen und KI. In den 1990er Jahren begannen Forscher, annotierte Datensätze zu erstellen, um Algorithmen für die Sprachverarbeitung und Computer Vision zu trainieren. Mit dem Aufkommen von Deep Learning in den 2010er Jahren wurde die Bedeutung von qualitativ hochwertigen annotierten Daten noch deutlicher, da komplexe Modelle auf große Mengen an präzise gekennzeichneten Daten angewiesen sind. In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Datenannotation stark zugenommen, was zu einer Vielzahl von Tools und Plattformen geführt hat, die diesen Prozess unterstützen.
Datenannotation ist wie das Beschriften von Fotos in einem Album: Du schreibst unter jedes Bild, was darauf zu sehen ist – damit jemand anderes (das Modell) später lernen kann, die Dinge selbst zu erkennen.
Versieht Rohdaten mit Labels, Bounding Boxes, Segmentierungen oder anderen Metadaten
Grundvoraussetzung für Supervised Learning – ohne Annotation kein gelabeltes Training
Oft der teuerste und zeitaufwändigste Teil eines KI-Projekts
Bildannotation
Objekte in Bildern mit Bounding Boxes markieren für Objekterkennung
Textklassifikation
Texte mit Kategorien versehen (Sentiment, Thema, Sprache)
Named Entity Recognition
Personen, Orte und Organisationen in Texten markieren
Instruction-Daten
Hochwertige Frage-Antwort-Paare für LLM Fine-Tuning erstellen
Stark variierend: Einfache Textklassifikation ab $0.01 pro Beispiel, komplexe Bildsegmentierung $0.50-5.00 pro Bild. Für LLM-Instruction-Daten: $1-50 pro hochwertiges Beispiel. Oft der größte Kostenfaktor in KI-Projekten.
Teilweise. Pre-Labeling mit einem bestehenden Modell beschleunigt den Prozess erheblich. Active Learning wählt die informativsten Beispiele zur Annotation aus. Aber menschliche Überprüfung bleibt für Qualität essenziell.
Für die Datenannotation gibt es verschiedene Tools wie Labelbox, Prodigy und VGG Image Annotator. Diese Tools bieten benutzerfreundliche Oberflächen und Funktionen zur effizienten Annotation von Daten für maschinelles Lernen.
Um die Qualität der Datenannotation zu gewährleisten, sollten Sie klare Richtlinien und Standards für die Annotatoren festlegen. Zudem ist es sinnvoll, regelmäßige Überprüfungen und Feedback-Schleifen einzuführen, um die Annotation kontinuierlich zu verbessern.