Bias (Verzerrung)
Systematische Verzerrungen in KI-Systemen, die zu unfairen oder diskriminierenden Ergebnissen führen – verursacht durch einseitige Trainingsdaten, Algorithmen oder Designentscheidungen.
Der Schutz personenbezogener Daten bei der Entwicklung und dem Einsatz von KI-Systemen – mit besonderem Fokus auf die europäische Datenschutz-Grundverordnung.
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist die europäische Datenschutzverordnung, die seit 2018 gilt und weltweit den strengsten Datenschutzstandard setzt. Für KI-Projekte ist die DSGVO allgegenwärtig: Trainingsdaten dürfen keine personenbezogenen Daten ohne Rechtsgrundlage enthalten. Automatisierte Entscheidungen mit erheblichen Auswirkungen auf Personen erfordern besondere Schutzmaßnahmen. Verstöße können mit bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes bestraft werden.
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) regelt, wie personenbezogene Daten in der EU verarbeitet werden dürfen. Für KI-Systeme hat das weitreichende Konsequenzen – von der Datenerhebung über das Training bis zur Nutzung in Produktion.
Das Kernproblem: KI-Modelle lernen aus Daten, und diese Daten enthalten oft personenbezogene Informationen. Die DSGVO fordert einen Rechtsgrund für jede Verarbeitung, Transparenz gegenüber Betroffenen und das Recht auf Löschung. Für LLMs ist das besonders heikel: Wenn ein Modell auf persönlichen Daten trainiert wurde, kann es diese unter Umständen reproduzieren – ein klarer DSGVO-Verstoß. Unternehmen müssen daher sorgfältig prüfen, welche Daten für KI-Training verwendet werden dürfen.
DSGVO-Grundprinzipien für KI:
| Prinzip | Bedeutung für KI |
|---|---|
| Zweckbindung | Daten nur für den angegebenen Zweck nutzen |
| Datenminimierung | Nur nötige Daten verarbeiten |
| Speicherbegrenzung | Daten nicht länger als nötig speichern |
| Transparenz | Nutzer über KI-Einsatz informieren |
| Richtigkeit | Daten aktuell und korrekt halten |
Betroffenenrechte:
Der EU AI Act ergänzt die DSGVO um KI-spezifische Anforderungen:
Datenschutz bei KI ist wie ein Tresor für persönliche Informationen: Die KI darf den Tresor nutzen, aber nur unter strengen Regeln – wer darf was sehen, wie lange wird es aufbewahrt, und der Besitzer kann jederzeit verlangen, dass seine Daten gelöscht werden.
DSGVO regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten in der EU
KI-Systeme müssen Datenschutz by Design und by Default implementieren
Betroffene haben Rechte: Auskunft, Löschung, Widerspruch gegen automatisierte Entscheidungen
LLM-Training
Sicherstellen, dass keine personenbezogenen Daten in Trainingsdaten enthalten sind
KI-Chatbots
Nutzer über Datenverarbeitung informieren, Einwilligung einholen
Profiling
Automatisierte Entscheidungen über Personen erfordern besondere Schutzmaßnahmen
Datenverarbeitung
Verarbeitungsverzeichnis und Datenschutz-Folgenabschätzung für KI-Systeme
Nur mit Rechtsgrundlage (Einwilligung, berechtigtes Interesse, Vertragserfüllung). Die Daten müssen zweckgebunden, minimiert und geschützt verarbeitet werden. Anonymisierte Daten fallen nicht unter die DSGVO.
Art. 22 DSGVO gibt Betroffenen das Recht, nicht ausschließlich automatisierten Entscheidungen unterworfen zu werden. Bei automatisierten Entscheidungen haben sie Anspruch auf menschliche Überprüfung und Erklärung der Logik.
LLMs können personenbezogene Daten aus ihren Trainingsdaten reproduzieren. Betroffene haben theoretisch ein Recht auf Löschung – was bei LLMs technisch schwierig ist. Dies ist ein aktives Rechts- und Forschungsthema.