RBAC und ABAC
Zwei Modelle für Zugriffssteuerung – RBAC basiert auf Rollen, ABAC auf Attributen. Grundlage für sichere Autorisierung.
Das Framework zur Verwaltung digitaler Identitäten und deren Zugriffsrechte – wer darf was in welchem System tun.
IAM verwaltet, welche Identitäten auf welche Ressourcen unter welchen Bedingungen zugreifen dürfen.
IAM-Komponenten:
├── Identity: Wer bist du? (User, Service Account)
├── Authentication: Beweise es! (Passwort, MFA, SSO)
├── Authorization: Was darfst du? (RBAC, ABAC)
└── Audit: Was hast du getan? (Logging)
{
"Version": "policy-version",
"Statement": [
{
"Effect": "Allow",
"Action": ["storage:GetObject"],
"Resource": "resource-identifier"
}
]
}
| Prinzip | Umsetzung |
|---|---|
| Least Privilege | Rechte auf den notwendigen Umfang begrenzen |
| MFA | Besonders für privilegierte und riskante Zugriffe nutzen |
| Rotation | Credentials nach Risiko und Vorgaben erneuern |
| Audit | Kritische Zugriffe nachvollziehbar protokollieren |
IAM verwaltet längst nicht mehr nur Benutzerkonten. In modernen Systemen überwiegen maschinelle Identitäten oft deutlich:
| Identitätstyp | Beispiele | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Mensch | Mitarbeitende, Admins, externe Partner | MFA, SSO, Lifecycle bei Ein-/Austritt |
| Service Account | Microservices, CI/CD-Pipelines, Cronjobs | Keine interaktive Anmeldung, Rotation nötig |
| Workload Identity | Container, Cloud-Funktionen | Kurzlebige Tokens statt Langzeit-Keys |
| KI-Agent | LLM-basierte Agenten mit Tool-Zugriff | Eigene, eng begrenzte Berechtigungen |
Der Trend geht weg von Langzeit-Credentials hin zu kurzlebigen, automatisch ausgestellten Tokens – etwa über OIDC-Federation, bei der sich eine Pipeline direkt beim Cloud-Anbieter ausweist, ohne dass ein statischer Key gespeichert wird.
KI-Anwendungen stellen klassische IAM-Konzepte vor neue Fragen:
| Fehler | Folge | Besser |
|---|---|---|
| Geteilte Accounts | Keine Zuordnung von Aktionen zu Personen | Individuelle Identitäten, auch für Maschinen |
| Rechte wachsen nur | ”Permission Creep” über Jahre | Regelmäßige Access Reviews, Rechte entziehen |
| Offboarding vergessen | Ex-Mitarbeitende behalten Zugriff | Automatisierter Lifecycle über zentrales Verzeichnis |
| Admin-Rechte im Alltag | Großer Schaden bei Kompromittierung | Just-in-Time-Elevation statt Dauer-Admin |
| Ein API-Key für alle KI-Dienste | Kein Audit, keine Kostenkontrolle | Keys pro Team/Anwendung mit Limits |
IAM ist wie die Rezeption eines Gebäudes: Sie prüft deinen Ausweis (Authentifizierung), gibt dir einen Besucherausweis (Identität) und sagt dir, welche Stockwerke du betreten darfst (Autorisierung).
Identität: Wer bist du?
Authentifizierung: Beweise es!
Autorisierung: Was darfst du?
Cloud-Zugriff
Cloud-IAM-Dienste und Rollenmodelle verwalten
Enterprise SSO
Ein Login für alle Anwendungen
Service Accounts
Maschine-zu-Maschine-Authentifizierung
IAM: Alle Identitäten. PAM (Privileged Access Management): Speziell für Admin-Accounts mit erhöhten Rechten.
Identitäten erhalten nur die Rechte, die sie für ihren Zweck benötigen. Das kann den Schaden bei Kompromittierung reduzieren.