API (Application Programming Interface)
Eine definierte Schnittstelle, über die Softwaresysteme miteinander kommunizieren können – der Standard für die Integration von KI-Diensten in Anwendungen.
Ein Architekturmuster, bei dem eine Anwendung aus vielen kleinen, unabhängigen Services besteht, die jeweils eine spezifische Aufgabe erfüllen.
Microservices ist ein Architekturmuster, bei dem eine Anwendung in viele kleine, unabhängige Services aufgeteilt wird – jeder mit einer klaren Verantwortung, eigenem Deployment-Zyklus und eigener Skalierung. Das Gegenteil ist ein Monolith: eine große Anwendung, in der alles zusammenhängt. Für KI-Systeme ist Microservices-Architektur besonders sinnvoll, weil Inferenz, Preprocessing und Monitoring sehr unterschiedliche Ressourcenanforderungen haben. Der Inferenz-Service braucht GPUs, der Preprocessing-Service viel RAM, das Monitoring läuft auf Standard-CPUs. Microservices ermöglichen es, jeden Service unabhängig zu skalieren und zu optimieren. Der Nachteil: Verteilte Systeme sind komplexer zu debuggen – Netzwerklatenz und Service-Discovery werden zu neuen Herausforderungen.
Microservices teilen eine große Anwendung in viele kleine, unabhängige Teile auf. Jeder Teil (Service) macht genau eine Sache und kann separat entwickelt, deployt und skaliert werden.
Monolith vs. Microservices:
| Aspekt | Monolith | Microservices |
|---|---|---|
| Deployment | Alles zusammen | Jeder Service einzeln |
| Skalierung | Alles oder nichts | Pro Service |
| Technologie | Eine Sprache/Stack | Frei wählbar pro Service |
| Komplexität | Im Code | Im Netzwerk |
| Team | Ein großes Team | Kleine, autonome Teams |
API Gateway → Auth Service
→ Embedding Service (Vektorisierung)
→ Retrieval Service (Vektordatenbank)
→ LLM Service (Inferenz)
→ Cache Service (Redis) Microservices sind wie eine Restaurantkette mit spezialisierten Küchen: Eine macht nur Pizza, eine nur Sushi, eine nur Desserts. Jede Küche arbeitet unabhängig, kann separat skaliert werden und ein Ausfall betrifft nicht die anderen.
Anwendung wird in kleine, unabhängige Services aufgeteilt
Jeder Service hat eine eigene Datenbank und kann unabhängig deployt werden
Kommunikation über APIs (REST, gRPC) oder Message Queues
KI-Plattformen
Separate Services für Embedding, Retrieval, LLM-Inferenz und Caching
E-Commerce
Getrennte Services für Katalog, Warenkorb, Zahlung und Versand
Skalierung
Nur den Service skalieren, der gerade unter Last steht
Microservices lohnen sich bei großen Teams, komplexen Anwendungen und unterschiedlichen Skalierungsanforderungen. Für kleine Teams und einfache Anwendungen ist ein Monolith oft besser – weniger Komplexität, einfacheres Debugging.
Höhere Komplexität (Netzwerk, Deployment, Monitoring), verteilte Transaktionen, Debugging über Service-Grenzen hinweg, Latenz durch Netzwerk-Calls. 'Microservices lösen Organisationsprobleme, nicht technische.'
Um die Kommunikation zwischen Microservices zu optimieren, sollten Sie standardisierte APIs verwenden, wie REST oder gRPC, und ein effektives Service-Discovery-System implementieren. Zudem ist es wichtig, eine klare Dokumentation und Versionierung der APIs zu führen.
Häufige Herausforderungen sind die Verwaltung der Komplexität, die Gewährleistung der Datenkonsistenz und die Überwachung der einzelnen Services. Auch das Management von Netzwerklatenzen und die Sicherstellung der Sicherheit zwischen den Services können problematisch sein.