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Web DevOps · Updated 17. Februar 2026

Microservices

Definition

Ein Architekturmuster, bei dem eine Anwendung aus vielen kleinen, unabhängigen Services besteht, die jeweils eine spezifische Aufgabe erfüllen.

Fortgeschritten 2 Min. Lesezeit EN: Microservices

Einfach erklärt

Microservices ist ein Architekturmuster, bei dem eine Anwendung in viele kleine, unabhängige Services aufgeteilt wird – jeder mit einer klaren Verantwortung, eigenem Deployment-Zyklus und eigener Skalierung. Das Gegenteil ist ein Monolith: eine große Anwendung, in der alles zusammenhängt. Für KI-Systeme ist Microservices-Architektur besonders sinnvoll, weil Inferenz, Preprocessing und Monitoring sehr unterschiedliche Ressourcenanforderungen haben. Der Inferenz-Service braucht GPUs, der Preprocessing-Service viel RAM, das Monitoring läuft auf Standard-CPUs. Microservices ermöglichen es, jeden Service unabhängig zu skalieren und zu optimieren. Der Nachteil: Verteilte Systeme sind komplexer zu debuggen – Netzwerklatenz und Service-Discovery werden zu neuen Herausforderungen.

Microservices teilen eine große Anwendung in viele kleine, unabhängige Teile auf. Jeder Teil (Service) macht genau eine Sache und kann separat entwickelt, deployt und skaliert werden.

Monolith vs. Microservices:

AspektMonolithMicroservices
DeploymentAlles zusammenJeder Service einzeln
SkalierungAlles oder nichtsPro Service
TechnologieEine Sprache/StackFrei wählbar pro Service
KomplexitätIm CodeIm Netzwerk
TeamEin großes TeamKleine, autonome Teams

Technischer Deep Dive

Kommunikationsmuster

  • Synchron (REST/gRPC): Service A ruft Service B direkt auf und wartet auf Antwort
  • Asynchron (Message Queue): Service A sendet eine Nachricht, Service B verarbeitet sie später
  • Event-Driven: Services reagieren auf Events (Kafka, RabbitMQ)

KI-Microservices-Architektur

API Gateway → Auth Service
            → Embedding Service (Vektorisierung)
            → Retrieval Service (Vektordatenbank)
            → LLM Service (Inferenz)
            → Cache Service (Redis)

Microservices sind wie eine Restaurantkette mit spezialisierten Küchen: Eine macht nur Pizza, eine nur Sushi, eine nur Desserts. Jede Küche arbeitet unabhängig, kann separat skaliert werden und ein Ausfall betrifft nicht die anderen.

Anwendung wird in kleine, unabhängige Services aufgeteilt

Jeder Service hat eine eigene Datenbank und kann unabhängig deployt werden

Kommunikation über APIs (REST, gRPC) oder Message Queues

KI-Plattformen

Separate Services für Embedding, Retrieval, LLM-Inferenz und Caching

E-Commerce

Getrennte Services für Katalog, Warenkorb, Zahlung und Versand

Skalierung

Nur den Service skalieren, der gerade unter Last steht

Wann Microservices statt Monolith?

Microservices lohnen sich bei großen Teams, komplexen Anwendungen und unterschiedlichen Skalierungsanforderungen. Für kleine Teams und einfache Anwendungen ist ein Monolith oft besser – weniger Komplexität, einfacheres Debugging.

Was sind die Nachteile von Microservices?

Höhere Komplexität (Netzwerk, Deployment, Monitoring), verteilte Transaktionen, Debugging über Service-Grenzen hinweg, Latenz durch Netzwerk-Calls. 'Microservices lösen Organisationsprobleme, nicht technische.'

Wie kann ich sicherstellen, dass meine Microservices gut miteinander kommunizieren?

Um die Kommunikation zwischen Microservices zu optimieren, sollten Sie standardisierte APIs verwenden, wie REST oder gRPC, und ein effektives Service-Discovery-System implementieren. Zudem ist es wichtig, eine klare Dokumentation und Versionierung der APIs zu führen.

Was sind die häufigsten Herausforderungen bei der Implementierung von Microservices?

Häufige Herausforderungen sind die Verwaltung der Komplexität, die Gewährleistung der Datenkonsistenz und die Überwachung der einzelnen Services. Auch das Management von Netzwerklatenzen und die Sicherstellung der Sicherheit zwischen den Services können problematisch sein.

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