Large Language Model (LLM)
Ein KI-Modell, das auf riesigen Textmengen trainiert wurde und menschenähnliche Sprache verstehen und generieren kann.
Die Kunst und Technik, Anweisungen für KI-Sprachmodelle so zu formulieren, dass sie optimale und zielgerichtete Ergebnisse liefern.
Prompt Engineering ist die Fähigkeit, Anweisungen an KI-Modelle so zu formulieren, dass sie genau das liefern, was du brauchst. Der “Prompt” ist dabei alles, was du dem Modell als Eingabe gibst. Prompt Engineering ist keine Magie, sondern systematisches Experimentieren: Kleine Änderungen in der Formulierung können die Qualität der Ausgabe dramatisch verbessern oder verschlechtern. Mit zunehmend besseren Modellen wird Prompt Engineering einfacher, aber das Verständnis, wie Modelle auf Prompts reagieren, bleibt eine Kernkompetenz. Techniken wie Chain-of-Thought (“Denke Schritt für Schritt”), Few-Shot-Beispiele und strukturierte Output-Formate sind empirisch validiert und verbessern die Modell-Performance messbar. Für Produktionssysteme ist Prompt Engineering oft der schnellste Weg, die Qualität zu verbessern – ohne Training oder Fine-Tuning.
Die Grundprinzipien:
Die wichtigsten Techniken:
| Technik | Beschreibung | Wann nutzen? |
|---|---|---|
| Zero-Shot | Direkte Anweisung ohne Beispiele | Einfache, klare Aufgaben |
| Few-Shot | Anweisung mit 2-5 Beispielen | Wenn ein bestimmtes Format/Stil gewünscht ist |
| Chain-of-Thought | ”Denke Schritt für Schritt” | Komplexe Reasoning-Aufgaben |
| System Prompt | Rolle und Verhalten definieren | Konsistente Chatbot-Persönlichkeit |
| Role Prompting | ”Du bist ein erfahrener…” | Expertise in einem Bereich abrufen |
Ein vollständiger Prompt besteht aus mehreren Teilen:
1. System Prompt (Kontext und Rolle):
Du bist ein erfahrener Python-Entwickler mit Expertise in FastAPI.
Antworte immer mit Codebeispielen und erkläre deinen Code.
2. User Prompt (Aufgabe):
Erstelle einen REST-API-Endpoint, der eine Liste von Benutzern
aus einer PostgreSQL-Datenbank zurückgibt. Nutze async/await.
3. Beispiele (Few-Shot):
Beispiel-Input: GET /api/products
Beispiel-Output: [{"id": 1, "name": "Widget", "price": 9.99}]
Chain-of-Thought (CoT):
Tree-of-Thought (ToT):
ReAct (Reasoning + Acting):
Self-Consistency:
Iterativer Prozess:
Häufige Fehler:
Best Practices für Sicherheit:
Prompt Engineering ist wie das Briefing eines Freelancers: Je klarer und detaillierter du beschreibst, was du willst (Ziel, Stil, Format, Zielgruppe), desto besser wird das Ergebnis – vage Anweisungen führen zu vagen Ergebnissen.
Gezielte Formulierung von Anweisungen für optimale KI-Ergebnisse
Umfasst Techniken wie Few-Shot Learning, Chain-of-Thought und System Prompts
Entscheidend für die effektive Nutzung von LLMs in der Praxis
Content-Erstellung
Gezielte Prompts für Blog-Artikel, Marketing-Texte und Social-Media-Posts
Code-Generierung
Präzise Anweisungen für Code-Assistenten mit Kontext, Sprache und Anforderungen
Datenanalyse
Strukturierte Prompts für die Analyse und Zusammenfassung von Dokumenten
Automatisierung
Prompt-Ketten für komplexe Workflows wie E-Mail-Verarbeitung oder Berichterstellung
Ja, viele Unternehmen stellen Prompt Engineers ein. Die Rolle umfasst die Optimierung von KI-Interaktionen, das Erstellen von Prompt-Templates und die Integration von LLMs in Geschäftsprozesse. Allerdings verschiebt sich der Fokus zunehmend Richtung KI-Engineering.
Es gibt keine universell beste Technik. Für einfache Aufgaben reicht Zero-Shot, für komplexe Reasoning-Aufgaben ist Chain-of-Thought effektiv, und für konsistente Formate eignet sich Few-Shot Learning. Die beste Technik hängt von Aufgabe und Modell ab.
Nein. Verschiedene Modelle reagieren unterschiedlich auf Prompts. Ein Prompt, der bei GPT-5 perfekt funktioniert, kann bei Llama 4 oder Claude andere Ergebnisse liefern. Best Practices sind aber modellübergreifend ähnlich.
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Ein guter Prompt enthält klare Anweisungen, relevanten Kontext und das gewünschte Format. Unnötige Länge verschwendet Tokens und kann die Qualität sogar verschlechtern.