Vektordatenbank
Eine spezialisierte Datenbank, die hochdimensionale Vektoren (Embeddings) speichert und effiziente Ähnlichkeitssuchen ermöglicht.
Zwei grundlegend verschiedene Ansätze zur Datenspeicherung: relationale Datenbanken mit fester Struktur (SQL) versus flexible, schema-lose Datenbanken (NoSQL).
SQL und NoSQL sind die zwei großen Paradigmen für Datenbankarchitekturen. SQL-Datenbanken (PostgreSQL, MySQL) speichern Daten in strukturierten Tabellen mit festen Schemas und unterstützen komplexe Joins und Transaktionen. NoSQL-Datenbanken (MongoDB, Redis, Cassandra) sind flexibler: kein festes Schema, horizontale Skalierung, optimiert für spezifische Zugriffsmuster. Für KI-Systeme ist die Wahl entscheidend: Vektordatenbanken sind eine neue Kategorie von NoSQL, speziell für Embedding-Suche.
SQL-Datenbanken speichern Daten in Tabellen mit festen Spalten – wie eine Excel-Tabelle. Jede Zeile hat exakt die gleichen Felder. NoSQL-Datenbanken sind flexibler: Jedes Dokument kann andere Felder haben.
Vergleich:
SQL (PostgreSQL):
┌────┬──────────┬─────────┬──────┐
│ ID │ Name │ E-Mail │ Alter│
├────┼──────────┼─────────┼──────┤
│ 1 │ Anna │ a@b.de │ 28 │
│ 2 │ Max │ m@b.de │ 35 │
└────┴──────────┴─────────┴──────┘
NoSQL (MongoDB):
{ name: "Anna", email: "a@b.de", alter: 28 }
{ name: "Max", hobbies: ["Coding", "KI"], firma: "..." }
| Kriterium | SQL | NoSQL |
|---|---|---|
| Schema | Fest, vorhersagbar | Flexibel, variabel |
| Skalierung | Vertikal (größerer Server) | Horizontal (mehr Server) |
| Konsistenz | Stark (ACID) | Eventual Consistency |
| Joins | Nativ | Meist nicht |
| Ideal für | Finanzen, ERP, CRM | Big Data, Echtzeit, KI |
SQL ist wie ein Aktenschrank mit festen Ordnern und Registern – alles hat seinen Platz. NoSQL ist wie ein flexibles Notizbuch: Du kannst auf jede Seite schreiben was du willst, in jedem Format.
SQL: Festes Schema, ACID-Transaktionen, Joins – ideal für strukturierte Daten und Konsistenz
NoSQL: Flexibles Schema, horizontale Skalierung – ideal für große Datenmengen und schnelle Iteration
Die Wahl hängt vom Use Case ab: Finanzdaten → SQL, Social Media Feed → NoSQL
E-Commerce
SQL für Bestellungen und Zahlungen (Konsistenz), NoSQL für Produktkataloge (Flexibilität)
Social Media
NoSQL für Posts, Feeds und Nutzerprofile mit variablen Feldern
IoT & Sensordaten
NoSQL (Time-Series) für Millionen von Datenpunkten pro Sekunde
KI-Training
NoSQL für unstrukturierte Trainingsdaten, SQL für Experiment-Tracking
Ja, Polyglot Persistence ist üblich: SQL für transaktionale Daten, NoSQL für Caching oder unstrukturierte Daten. Viele moderne SQL-Datenbanken (PostgreSQL) unterstützen auch JSON-Felder.
Oft beides: Vektordatenbanken (NoSQL) für Embeddings und semantische Suche, SQL für Metadaten, Nutzer und Experiment-Tracking.
SQL ist ideal, wenn Ihre Daten eine klare, feste Struktur haben und Sie komplexe Abfragen benötigen. Wenn Ihre Anwendung jedoch schnell wachsen muss und unstrukturierte Daten verarbeitet, ist NoSQL die bessere Wahl.
SQL-Datenbanken sind oft vertikal skalierbar, was bedeutet, dass Sie leistungsstärkere Hardware benötigen, um die Leistung zu steigern. NoSQL-Datenbanken hingegen sind horizontal skalierbar, was es einfacher macht, mehrere Server hinzuzufügen, um die Last zu verteilen.