Secrets Management
Die sichere Speicherung und Verwaltung von sensiblen Daten wie API-Keys, Passwörtern und Zertifikaten – nie im Code, immer verschlüsselt.
Der risikobasierte Austausch von kryptografischen Schlüsseln und Credentials – kann das Risiko bei Kompromittierung reduzieren.
Key Rotation tauscht Credentials risikobasiert aus und kann Schaden bei Leaks begrenzen.
Ohne Rotation:
Key geleakt → Angreifer kann Zugang behalten, bis der Leak erkannt und behoben wird
Mit Rotation:
Key geleakt → Laufzeit und Rotation begrenzen das Zeitfenster, abhängig vom Intervall
# Automatische Rotation konfigurieren
secrets-manager rotate-secret \
--secret-id DATABASE_SECRET \
--rotation-handler ROTATION_HANDLER \
--rotation-rules ROTATION_POLICY
1. Neuen Key generieren
2. Beide Keys parallel gültig
3. Anwendungen auf neuen Key umstellen
4. Alten Key deaktivieren
| Strategie | Ablauf | Geeignet für |
|---|---|---|
| Geplante Rotation | Regelmäßiger Austausch nach Zeitplan oder Policy | Langlebige Credentials, Compliance-Vorgaben |
| Ereignisbasierte Rotation | Sofortige Rotation nach Leak, Offboarding oder Incident | Sicherheitsvorfälle, Personalwechsel |
| Dynamische Secrets | Credentials werden pro Anfrage frisch erzeugt und laufen automatisch ab | Datenbanken, Cloud-Zugriffe mit kurzlebigen Tokens |
Je kürzer die Lebensdauer eines Secrets, desto weniger wichtig wird die manuelle Rotation – dynamische, kurzlebige Credentials sind deshalb das Zielbild vieler moderner Architekturen.
KI-Anwendungen bringen eigene Rotationsanforderungen mit:
| Fehler | Folge | Besser |
|---|---|---|
| Rotation ohne Overlap-Periode | Ausfälle, weil Anwendungen noch den alten Key nutzen | Beide Keys parallel gültig halten, dann alten deaktivieren |
| Kein Inventar der Key-Nutzer | Rotation bricht unbekannte Abhängigkeiten | Dokumentieren, welche Systeme welchen Key verwenden |
| Rotation nur manuell | Wird aufgeschoben oder vergessen | Automatisierung über Secrets Manager |
| Alter Key bleibt aktiv | Leak-Fenster schließt sich nie | Deaktivierung als fester Schritt im Prozess |
| Rotation ohne Monitoring | Fehler fallen erst bei Nutzern auf | Fehlerraten nach Rotation gezielt beobachten |
Key Rotation ist wie regelmäßiges Schlösser-Wechseln: Selbst wenn jemand einen alten Schlüssel hat, funktioniert er nach der Rotation nicht mehr.
Austausch nach Risiko, Laufzeit und Compliance-Anforderungen
Möglichst automatisiert statt rein manuell
Alte Keys nach Übergangsphase oder Incident invalidieren
API Keys
Neue Keys nach Risiko und Vorgaben generieren
Datenbank-Passwörter
Automatische Rotation mit Vault
TLS-Zertifikate
Vor Ablauf erneuern
Abhängig von Risiko, Secret-Typ, Compliance und Architektur. Zertifikate müssen vor Ablauf erneuert werden; nach Incidents kann eine sofortige Rotation nötig sein.
Mit einer kontrollierten Overlap-Periode: Neuer Key wird ausgerollt, alter Key bleibt kurz gültig, Anwendungen wechseln, danach wird der alte Key deaktiviert.