Lead Scoring
Ein System zur Bewertung und Priorisierung von Leads basierend auf demografischen Daten und Verhaltensmustern – für effizientere Sales-Prozesse.
Marketing Qualified Lead (MQL) und Sales Qualified Lead (SQL) – die zwei Stufen der Lead-Qualifizierung, die Marketing und Sales verbinden.
MQL und SQL sind die zwei wichtigsten Stufen im B2B-Lead-Funnel. Sie definieren, wann ein Lead von Marketing zu Sales übergeben wird – und verhindern, dass Sales Zeit mit unqualifizierten Leads verschwendet.
Der Funnel:
Visitor → Lead → MQL → SQL → Opportunity → Customer
↓ ↓ ↓
Marketing | Sales
|
Handoff
MQL (Marketing Qualified Lead):
SQL (Sales Qualified Lead):
Warum ist die Unterscheidung wichtig?
| Ohne MQL/SQL | Mit MQL/SQL |
|---|---|
| Sales ruft jeden Lead an | Sales fokussiert auf kaufbereite Leads |
| Viel Zeitverschwendung | Höhere Effizienz |
| Marketing-Sales-Konflikte | Klare Verantwortlichkeiten |
| Keine Funnel-Transparenz | Messbare Conversion Rates |
Demografisch/Firmografisch (Fit):
Verhaltensbezogen (Engagement):
Scoring-Schwellenwert:
MQL = Fit Score ≥ 30 UND Engagement Score ≥ 40
Zusätzlich zu MQL:
BANT-Framework:
Scoring-Schwellenwert:
SQL = MQL + Intent Score ≥ 50
Marketing → Sales Übergabe:
SLA-Beispiel:
Marketing verpflichtet sich:
- X SQLs pro Monat liefern
- Vollständige Kontaktdaten
- Lead Score und Engagement-Historie
Sales verpflichtet sich:
- SQLs innerhalb 4 Stunden kontaktieren
- Feedback zu Lead-Qualität geben
- Abgelehnte Leads begründen
Manche Unternehmen verfeinern den Funnel:
| Stufe | Beschreibung |
|---|---|
| Lead | Kontaktdaten bekannt |
| MQL | Marketing-qualifiziert |
| SAL | Sales Accepted Lead (Sales hat akzeptiert) |
| SQL | Sales-qualifiziert (nach erstem Gespräch) |
| Opportunity | Konkreter Deal |
| Customer | Abgeschlossen |
Conversion Rates:
| Conversion | Benchmark | Optimierungshebel |
|---|---|---|
| Lead → MQL | 5-15% | Lead-Qualität, Nurturing |
| MQL → SQL | 15-30% | MQL-Definition, Nurturing |
| SQL → Opportunity | 30-50% | SQL-Definition, Sales-Skills |
| Opportunity → Customer | 20-40% | Sales-Prozess, Produkt-Fit |
Velocity-Metriken:
1. Zu viele MQLs, zu wenige SQLs:
2. Sales ignoriert MQLs:
3. Keine klare Definition:
4. Nur Quantität, nicht Qualität:
MQL und SQL sind wie ein zweistufiges Casting: MQL ist die Vorauswahl (zeigt Interesse, passt ins Profil), SQL ist das Finale (bereit für das echte Gespräch mit dem Regisseur/Sales).
MQL: Lead zeigt genug Engagement für intensiveres Marketing-Nurturing
SQL: Lead ist bereit für direkten Sales-Kontakt und Kaufgespräch
Klare Definitionen und SLAs zwischen Marketing und Sales sind entscheidend
Lead Handoff
Strukturierte Übergabe von Marketing an Sales mit klaren Kriterien
Funnel-Analyse
MQL-to-SQL und SQL-to-Customer Conversion Rates messen
Marketing-Attribution
Welche Kampagnen generieren die meisten SQLs (nicht nur MQLs)?
Sales-Effizienz
Sales fokussiert sich auf SQLs statt auf alle Leads
MQL hat genug Engagement gezeigt (Downloads, Website-Besuche), um vom Marketing weiter bearbeitet zu werden. SQL hat zusätzlich Kaufabsicht signalisiert (Demo angefragt, Pricing angesehen) und ist bereit für Sales.
Marketing und Sales gemeinsam. Ohne Alignment gibt es Konflikte: Marketing liefert 'schlechte' Leads, Sales ignoriert 'gute' Leads. Ein SLA (Service Level Agreement) definiert Kriterien und Verantwortlichkeiten.
Branchenabhängig, typisch 15-30%. Unter 10% deutet auf zu lockere MQL-Definition hin. Über 50% könnte bedeuten, dass MQL-Kriterien zu streng sind und Potenzial verloren geht.
Opportunity (konkreter Deal in Verhandlung), dann Customer (Abschluss). Manche Unternehmen haben zusätzliche Stufen wie SAL (Sales Accepted Lead) zwischen MQL und SQL.