Trainingsdaten
Die Datensätze, mit denen KI-Modelle trainiert werden – sie bestimmen maßgeblich, was ein Modell lernt, wie gut es funktioniert und welche Verzerrungen es aufweist.
Künstlich generierte Trainingsdaten, die echte Daten ergänzen oder ersetzen – von LLM-generierten Texten bis zu simulierten Sensordaten.
Synthetische Daten sind künstlich generierte Daten, die echte Daten imitieren – ohne auf reale Personen, Ereignisse oder sensible Informationen zurückzugreifen. Sie lösen eines der größten Probleme im ML: den Mangel an qualitativ hochwertigen, gelabelten Trainingsdaten. Für seltene Ereignisse (Unfälle, Krankheiten, Betrug), datenschutzsensible Bereiche (Medizin, Finanzen) oder teure Annotationen ist synthetische Datengenerierung oft die einzige praktikable Lösung.
Synthetische Daten sind künstlich generierte Trainingsdaten – sie sehen aus wie echte Daten, basieren aber nicht auf realen Personen oder Ereignissen.
Warum braucht man das?
Echte Daten sind oft:
Vergleich:
Echte Daten: Teuer, langsam, datenschutzrelevant
Synthetische Daten: Günstig, schnell, datenschutzkonform
Kombination: Beste Ergebnisse
Praxis-Beispiele:
Wichtig: Rein synthetisch trainierte Modelle können an Qualität verlieren (“Model Collapse”). Am besten: Synthetische Daten mit echten Daten mischen.
Wenn Modelle nur auf synthetischen Daten trainiert werden, die von anderen Modellen generiert wurden, kann die Qualität über Generationen abnehmen. Lösung: Immer echte Daten beimischen.
| Kriterium | Echte Daten | Synthetische Daten |
|---|---|---|
| Kosten | Hoch | Niedrig |
| Erfassungszeit | Lang | Kurz |
| Datenschutz | Kritisch | Unproblematisch |
| Variabilität | Eingeschränkt | Hoch |
| Relevanz | Hoch (realistisch) | Variabel (abhängig von der Methode) |
Synthetische Daten sind kein neues Konzept, aber ihre Verwendung hat in den letzten Jahren durch Fortschritte in der KI und maschinellem Lernen stark zugenommen. In den frühen 2000er Jahren wurden einfache regelbasierte Systeme verwendet, um synthetische Daten zu generieren. Mit der Entwicklung von Generative Adversarial Networks (GANs) und anderen modernen Techniken hat sich die Qualität und Anwendbarkeit synthetischer Daten erheblich verbessert. Heute sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil vieler KI-Entwicklungsprozesse.
Synthetische Daten sind wie Flugsimulatoren für Piloten: Man trainiert mit realistischen aber künstlichen Szenarien, bevor man echte Passagiere fliegt.
Löst Datenknappheit: Wenn echte Daten teuer, selten oder datenschutzrelevant sind
LLMs als Datengeneratoren: GPT-5 generiert Trainingsdaten für kleinere Modelle
Risiko: Synthetische Daten können Bias verstärken oder unrealistische Muster einführen
LLM-Training
GPT-5 generiert Instruction-Following-Daten für Open-Source-Modelle
Datenschutz
Synthetische Patientendaten für medizinische KI ohne echte Gesundheitsdaten
Seltene Szenarien
Edge Cases generieren die in echten Daten kaum vorkommen
Autonomes Fahren
Simulierte Verkehrsszenarien für Training und Testing
Selten. Synthetische Daten ergänzen echte Daten am besten. Rein synthetisch trainierte Modelle können unter 'Model Collapse' leiden – sie verlieren Diversität und Realismus über Generationen.
Rechtlich umstritten. OpenAIs Nutzungsbedingungen verbieten es teilweise, Output zum Training konkurrierender Modelle zu nutzen. Die rechtliche Lage entwickelt sich noch.
Synthetische Daten können durch verschiedene Techniken wie Generative Adversarial Networks (GANs) oder Simulationen erstellt werden, die reale Datenmuster nachahmen. Es ist wichtig, die generierten Daten mit echten Daten zu validieren, um ihre Qualität sicherzustellen.
Synthetische Daten können Datenschutzprobleme umgehen, da sie keine persönlichen Informationen enthalten. Außerdem ermöglichen sie eine unbegrenzte Menge an Daten für das Training von Modellen, was besonders nützlich ist, wenn echte Daten schwer zu beschaffen sind.