Sofortantwort
WebSockets einfach erklärt
Protokoll für dauerhafte Echtzeit-Verbindungen zwischen Client und Server.
- Kurz gesagt
- Bidirektionale Kommunikation: Server kann aktiv Daten an den Client senden (Push)
- Typischer Einsatz
- Chat-Anwendungen, Live-Dashboards, Collaborative Editing
- Wichtig zu wissen
- Ideal für Echtzeit-Anwendungen: Chat, Live-Dashboards, Multiplayer-Games
WebSockets im Überblick
WebSockets lösen ein fundamentales Problem von HTTP: Bei HTTP muss der Client immer zuerst fragen, bevor der Server antworten kann. Mit WebSockets wird eine dauerhafte Verbindung aufgebaut, über die beide Seiten jederzeit Daten senden können.
HTTP vs. WebSocket:
HTTP (Request-Response):
Client → Server: "Gibt es neue Nachrichten?"
Server → Client: "Nein."
Client → Server: "Gibt es neue Nachrichten?"
Server → Client: "Ja, hier!"
WebSocket (Bidirektional):
Client ↔ Server: Verbindung offen
Server → Client: "Neue Nachricht!" (sofort, ohne Anfrage)
Technisch betrachtet
Verbindungsaufbau (Handshake)
WebSockets starten als HTTP-Request mit einem Upgrade-Header:
- Client sendet HTTP-Request mit
Upgrade: websocket - Server antwortet mit
101 Switching Protocols - Ab jetzt: Bidirektionale Kommunikation über TCP
Vorteile gegenüber Polling
- Kein Overhead: Kein wiederholter HTTP-Header bei jeder Nachricht
- Geringe Latenz: Daten kommen sofort an, kein Warten auf nächsten Poll
- Server Push: Server kann proaktiv Daten senden
- Weniger Traffic: Keine leeren Polling-Requests
Einsatz in KI-Anwendungen
Moderne LLM-APIs nutzen WebSockets oder Server-Sent Events (SSE) für Token-Streaming – so sieht der Nutzer die Antwort Wort für Wort entstehen, statt auf die komplette Antwort warten zu müssen.